2020 – alles neu, alles anders

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Silvester Wunderkerze 2020

Montag, 30.12.2019

Ab dem neuen Jahr höre ich auf zu rauchen, Alkohol zu trinken, Fleisch zu essen und so viele Stunden am Smartphone rum zuhängen. Stattdessen werde ich wieder mehr Sport machen, mich gesund ernähren und mich wohltätig engagieren. Von wegen! Warum haben Menschen die Angewohnheit, sich zum Jahresende selbst zu tadeln und sich für das neue Jahr Mammutaufgaben und Verbote aufzuerlegen? Spätestens im Frühjahr werden die meisten der guten Vorsätze doch sowieso wieder über Bord geworfen, weil sie nicht realistisch sind oder schlichtweg einfach keinen Spaß machen.

Veränderung braucht Zeit

Jedes Jahr stehen uns 365 leere Seiten zur Verfügung, die wir nach Belieben füllen können. Wieso also nicht die Tage mit all den schönen Dingen verbringen? Den Dingen, die uns Spaß machen und die wir gerne tun. Sich mit seinen Liebsten umgeben, lecker essen, Sonnenuntergänge ansehen und ferne Länder bereisen. Wäre es nicht besser, zum Ende des Jahres einen Museumstag (Dank John Streleckys „The Big Five for Life“ habe ich regelmäßige Museumstage) einzulegen und zu sehen, welche wunderbaren Erfahrungen und Momente man dieses Jahr sammeln konnte? Welche Ziele und Möglichkeiten sich daraus für das nächste Jahr ergeben? Einen Moment inne zu halten und das Jahr Revue passieren zu lassen? Sich Motivation und Vorfreude für das neue Jahr zu holen? Es ist besser, glaube mir.

Jährlich grüßt das Murmeltier

Während also alle anderen eifrig in ihren Silvestervorbereitung stecken, ihre Raclettes aus den Kellern kramen und bei Aldi noch um das letzte Billig-Feuerwerk-Set streiten, überlege ich, welcher Einladung ich nun nachkommen soll. Das erste mal „Na, was machst du an Silvester?“ wurde ich dieses Jahr tatsächlich schon Ende September gefragt. Als ob ich weiß, was ich in drei Monaten mache. Ich weiß noch nicht mal, was ich morgen anziehen soll. Warum ist das überhaupt wichtig? Was macht Silvester so besonders, dass sich manche Leute Monate vorher schon den Kopf über diesen Abend zerbrechen? Am liebsten würde ich entspannt ein Buch lesen, mir etwas Feines kochen und mit meiner schnurrenden Katze auf dem Bauch einschlafen, um am nächsten Morgen ausgeschlafen und ohne Kater wieder aufzuwachen. Gut, Letzteres habe ich auch geschafft. Habe ich also hier und da die Frage nach meinen Silvesterplänen ehrlich beantwortet, sah ich entsetzte oder mitleidige Blicke und erhielt Entgegnungen wie „Was? Das kannst du doch nicht machen!“ und „Aber warum? Es ist doch immerhin Silvester!“. Also entschloss ich mich, Silvester bei einer guten Freundin auf ihrer Mehr-Generationen-Party zu verbringen. Ohne Alkohol, ohne Melancholie. Ich muss zugeben, ein Feuerwerk anzusehen und dabei die Gedanken kommen und gehen zu lassen, hat mir schon immer gefallen. In Anbetracht des fabrizierten Mülls und der vielen Haustiere, die sich wegen des Feuerwerks panisch verkriechen, relativiert sich aber auch diese Freude.

Vorsätze für Jederzeit

Letztens habe ich etwas gelesen, das sich in meinem Kopf eingebrannt hat: „Die ganze Menschheit feiert, dass sich das Datum ändert. Wann feiern wir das Datum, an dem sich die Menschheit ändert?“ Man kann das ganze Jahr über gute Vorsätze haben, die realistisch sind und bei deren Einhaltung man sich nicht nur großartig fühlt, sondern auch anderen was Gutes tut. Dem Postboten einfach mal Danke sagen. Deiner Oma ein guter Zuhörer sein. Der älteren Dame über die Straße helfen. Einen Tag lang nur nette Sachen sagen. Dem anderen Autofahrer die Vorfahrt lassen. Deine Klamotten an das Rote Kreuz spenden. Jeder hat jeden Tag die Möglichkeit, ein besserer Mensch zu sein, ganz ohne Neujahrsvorsätze. Jeder hat die Möglichkeit, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. DREAM BIG!

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